Die Geburt eines Kindes ist der Vorgang am Ende der Schwangerschaft, bei dem ein Kind die Gebärmutter verlässt. In der Regel setzen die Wehen zwischen der 39ten und 41ten Schwangerschaftswoche selbstständig ein.
Man unterscheidet beim Ablauf einer Geburt die Eröffnungs-, die Übergangs-, die Austreibungs- und die Nachgeburtsphase.
Die normale Geburt beginnt mit der Eröffnungsphase, bei der anfangs unregelmäßige Wehen meist mit einer Frequenz von 2-3 Wehen in 30 Minuten auftreten. Das Ziel dieser ersten Phase ist die Verkürzung des Gebärmutterhalses und des Muttermundes. Im Laufe der Eröffnungsphase erhöht sich die Wehenfrequenz auf 2-3 Wehen in 10 Minuten und auch der Rhythmus wird regelmäßiger.
In der Übergangsphase wird die Wehenfrequenz schneller, die Kontraktionen stärker und die Schmerzen intensiver. Der Kopf des Kindes gelangt durch das Becken der Mutter.
Das dritte Stadium der Geburt, die Austreibungsphase, beginnt, wenn der Muttermund annähernd vollständig (8-10cm) geöffnet ist. Die Wehen kommen jetzt in einer Frequenz von 6-7 Wehen in 15 Minuten. Wenn der kindliche Kopf entsprechend tief im Geburtskanal steckt, wird bei der Gebärenden reflektorisch ein Pressdrang ausgelöst, der zur Austreibung des Fötus aus dem Mutterleib führt.
Die Nachgeburtsphase, auch Plazentaphase genannt, stellt die letzte Phase der Geburt dar. In Abhängigkeit von Stärke und Dauer der Nachgeburtswehen beansprucht sie im Schnitt 10-30 Minuten. Die Geburt endet mit der Ausstoßung der Plazenta (Nachgeburt). Diese wird durch Arzt oder Hebamme auf Vollständigkeit geprüft. In besonderen Fällen kann eine Ausschabung zur Verhinderung von Komplikationen notwendig sein. Auch eine Gabe von Hormonen kann nötig sein, um die Beschleunigung der Ablösung und Ausstoßung der Plazenta zu unterstützen.